SEO für Kanzlei-Websites: Aktives Anbieten statt passives gefunden werden

15
Nov

SEO für Kanzlei-Websites: Aktives Anbieten statt passives gefunden werden

Die Konkurrenz im Web zwischen den Websites der vielen Anwaltskanzleien ist riesig. Eine Google-Suche nach einem Anwalt eines speziellen Fachgebietes aus einer Stadt hat zumeist unzählige Treffen. Viele begehen bei SEO einen Fehler, indem sie den Versprechen von Agenturen folgen und auf „gefunden werden“ setzen.

1. Optimieren ist ein aktiver Prozess

Das – von einigen übermäßig verwendete – Schlagwort SEO heißt search engine optimization. Und Optimierung ist ein aktiver Prozess. Google und andere Suchmaschinenbetreiber haben zwar sehr viele und fähige Mitarbeiter, die sich ausschließlich um relevanzbewertende Algorithmen kümmern, doch auch Websites von Anwaltskanzleien können den Suchmaschinen entgegenkommen, indem sie besser zu den Algorithmen passen. Dazu muss man Suchmaschinen verstehen. Diese arbeiten nach dem Schema crawl, index und display. Will eine Anwaltskanzlei ihre Website und ihre Inhalte auf der ersten Seite möglichst weit oben als Treffer haben (display), muss sie der Suchmaschine bereits beim Crawling und Indexing entgegenkommen.

2. Machine-Understandable Data

Strukturieren Sie alle Inhalte und Daten Ihre Website maschinenverständlich. Je älter und unsystematischer eine Website einer Kanzlei ist, desto problematischer ist dies. Moderne System sorgen dafür, das relevante Daten einer Seite wie Titel, Überschriften, Tags, Datum, Autor etc. als solche markiert und dementsprechend in den Quellcode eingebunden werden. Diese Daten sind damit maschinell verarbeitbar und vor allem verwertbar.

3. XML Sitemap

Eine XML Sitemap sorgt dafür, dass die anwaltliche Website nicht komplett nach neuen Inhalten durchforstet werden muss. Sie bündelt alle neuen Inhalte auf einer Seite, sodass die Suchmaschinen anhand dieser wissen, welcher Inhalt wann und mit welcher Priorität auf der Kanzlei-Website erstellt wurde und voraussichtlich erstellt werden wird.

4. URL paths

Passen Sie die Pfadnamen Ihrer URLs entsprechend den Titeln der Seiten an. Dies führt zu einer besseren Bewertung der einzelnen Seiten. Achten Sie einmal bei der Google-Suche darauf, dass auch Schlagworte in den URLs der Zielseite als Treffer markiert sind.

4. URL redirects

Sorgen Sie sich um einheitliche URLs Ihrer Kanzlei-Website. Hat eine (einzelne) Seite zwei verschiedene URLs, dann sorgen Sie dafür, dass der eine Link ein Shortlink und der andere ein Canonical Link ist. Setzen Sie redirects zwischen doppelten Links, sodass es immer nur ein Ziel gibt. Verschiedene Links mit dem gleichen Inhalt wirken sich negativ beim Ranking aus.

5. 404 Error

Falls Sie auf der Website Ihrer Kanzlei viele Inhalte erstellen, achten Sie auch darauf 404 Errors zu vermeiden. Ein solcher Error erfolgt, wenn das, was angefragt wurde, nicht gefunden wird (404 – Not Found). Sorgen Sie dafür, dass der Besucher im Falle eines 404 Errors auf eine Suchseite umgeleitet wird, um die bounce rate (Absprungrate) der Kanzleiwebsite zu verringern. Wenn z. B. ein Besucher die URL unserekanzlei.de/berlin_arbeitsrecht_mustermann aufruft, die URL sich aber geändert hat, dann wird er zu Suche „Berlin Arbeitsrecht Mustermann“ umgeleitet.

6. Meta Tags

Während Tags dafür sorgen den Inhalt in Kategorien einzuordnen, beschreiben Meta Tags den Inhalt. Metainformationen sind Daten, die Informationen über Merkmale anderer Daten enthalten, aber nicht diese Daten selbst. Google versteht und nutzt diese Meta Tags. Die gezielte Nutzung von Meta Tags kann Inhalt weit nach vorne katapultieren.

7. Automatisierung

An alle SEO-Feinheiten bei jedem neuen Inhalt zu denken, ist sehr mühselig. Deshalb sollten fast alle Prozesse automatisiert werden. Der URL sollte sich automatisch aus dem Titel ergeben, der Shortlink automatisch zum Canonical Link weiterleiten, Meta Tags automatisch implementiert werden und so weiter. Richten Sie Checklists und Analysetools ein, die die Inhalte automatisch auf ihre SEO-Freundlichkeit prüfen.

8. Content & Keywords

Einer der wichtigsten Prozesse bei der aktiven Optimierung der Kanzleiseite für Suchmaschinen sind Updates – und zwar mit relevanten und schlagwortreichen Inhalten. Schreiben Sie über Ihre Arbeit in der Kanzlei und teilen Sie Ihr Rechtswissen. Schreiben Sie konkret für Ihre Kanzlei: Das heißt, schreiben Sie über Dinge, die Besucher locken und fragen Sie sich während des Schreibens, was der User wohl googeln würde, um den Inhalt zu finden. Lassen Sie die Erkenntnisse in den Inhalt, den Schlagworten, Tags und Meta Tags, dem Titel und URL einfließen.

9. Backlinks

Backlinks spielen eine große Rolle bei der Relevanzbewertung von Inhalten. Schreiben Sie deshalb auch auf anderen Seiten und verlinken Sie auf Ihre Kanzleiwebsite oder auf Ihre Inhalte. Dies erhöht die Reputation Ihrer Kanzlei-Website bei Suchmaschinen. Im Übrigen spielt auch die Website, auf der der Link gesetzt wird, eine Rolle bei der Bewertung der Güte des Inhalts auf Ihrer Seite.

10. Google Analytics & Google Webmaster Tools

Forschen Sie mittels Google Analytics und Google Webmaster Tools wie Besucher auf Ihre Seite gelangen und sich auf dieser verhalten. Je mehr Sie über die Besucher Ihrer Kanzleiwebsite wissen, desto besser können Sie diesen entgegenkommen.

11. Site Health

Die Website Ihrer Kanzlei sollte immer fit sein. Kränkelnde (downtime), langsame und veraltete Websites werden erkannt und wirken sich dementsprechend negativ auf die Relevanzbewertung aus. Eine Dienstleistungsseite sollte heute schnell, immer erreichbar und mobil sein. Alles andere verärgert Suchmaschinen – und Besucher.

Fazit

SEO ist ein aktiver Prozess. Vor allem Rechtsanwälte sollten SEO für ihre Kanzleiwebsite ernst nehmen, um im umkämpften Rechtsmarkt im Ranking bessergestellt zu sein.

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